Der E-Sport boomt

Kaum eine Sportart hat einen so rasanten Zuwachs wie der E-Sport. Dies bringt die Funktionäre der renommierten Verbände zunehmend in Bedrängnis. Er wird immer noch nicht richtig ernst genommen und als eine Modeerscheinung abgetan. Niemand kann so richtig etwas damit anfangen. Als eine gefährliche Ignoranz wertet so mancher Experte diese Haltung. Der E-Sport füllt mittlerweile ganze Arenen, hier erscheinen mehr Zuschauer als bei so manchem Fußballverein. Seit dem 26. November 2017 gibt es nun in Deutschland den ESBD, ein Interessenverband des E-Sport. Dies war nötig geworden um sich gegenüber den anderen Verbänden und Vereinen besser zu behaupten.

Bei der Olympiade immer noch außen vor

Der Präsident des Olympischen Komitees, Thomas Bach, schloss es kategorisch aus, dass während seiner Amtszeit der E-Sport olympisch werden könnte. Die E-Sport-Gemeinde nahm dies zur Kenntnis und wähnt sich gleichzeitig auf einem guten Weg, denn Zuschauerzahlen und Preisgelder steigen Jahr für Jahr. Bach ist noch bis zum Jahre 2021 an der Spitze des Komitees und würde sich gerne auch danach für weitere vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen. Dies bedeutet für den E-Sport, dass er frühestens im Jahre 2028 olympisch werden kann. Erst ein neuer Präsident kann hier für eine Wende sorgen.

Dies kann auch ein Vorteil sein

Auf diese Weise hat der E-Sport Zeit, sich weiterzuentwickeln und so kann in ein paar Jahren eine noch stärkere Position einnehmen. Wenn der Zuwachs weiter anhält, dann führt kein Weg mehr an ihm vorbei. Der künftige Präsident wird dies dann wohl oder übel zur Kenntnis nehmen müssen. 2028 finden die Olympischen Spiele in Los Angeles statt, dies wäre ein perfekter Standort. Kalifornien gilt gemeinhin als Geburtsort des professionellen Spiels am Computer. Es wäre ein glaubhafter Startschuss in die Welt der Olympischen Spiele. Die Athleten des E-Sports werden sich daher wohl noch etwas gedulden müssen, bis das sie eine olympische Goldmedaille für ihre Leistungen erhalten werden.